Der Blick in die Zukunft ist derzeit häufig von Ungewissheit, Pessimismus und Resignation geprägt. Verständlich, befinden wir uns doch in einem Zeitalter der Polykrise: Von Kriegen
und Fluchtbewegungen über den Klimawandel bis hin zu ökonomischen Herausforderungen und einem wachsenden Vertrauensverlust in demokratische Systeme. Gerade die Darstellenden Künste eröffnen Möglichkeiten, Zukunftsvisionen neu zu imaginieren. Sie weiten den Blick, öffnen Denk- und Handlungsspielräume und schaffen Räume für Entwürfe, Versuche und alternative Vorstellungen des Kommenden. So kann Zukunft als gestaltbar erfahren werden. Vor diesem Hintergrund setzen wir als ZEIT STIFTUNG BUCERIUS unser Stipendienprogramm für Darstellende Künste im Jahr 2026 fort
und unterstützen Projekte, Konzeptionen, künstlerische Forschungen und Recherchen, die sich mit dem Thema „Zukunft. Zukunftsvisionen inszenieren in ungewissen Zeiten“ kreativ auseinandersetzen und neue ästhetische Ausdrucksformen im Dialog mit dem Unbekannten entwickeln.
Es werden sieben Stipendien in Höhe von je 10.000 Euro vergeben. Die Stipendien richten sich an professionell produzierende Künstler:innen sowie künstlerische Kollektive aus allen Bereichen der Freien Darstellenden Künsten, die in Hamburg oder Norddeutschland (Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) leben und arbeiten. Sie sollen eine vertiefte Auseinandersetzung, intensive künstlerische Befragung, transdisziplinären oder transkulturellen Austausch sowie neue kooperative Ansätze ermöglichen. Die Stipendien können für eine Vorbereitungs- und Recherchephase, die Fortführung oder Finalisierung eines Projekts genutzt werden.
Die vollständige Ausschreibung finden Sie HIER (Deutsch) und HIER (Englisch). Zum Bewerbungsportal geht es HIER. Bewerbungen sind bis zum 26. April 2026 möglich.
Die Stipendiat:innen werden von einer Fachjury ausgewählt. Der zweite Jahrgang der Stipendiat:innen wurde im September 2025 bekanntgegeben, mehr dazu hier.
Ansprechpartnerin:
Sarah Steidl, Projektreferentin Kunst & Kultur, steidl@zeit-stiftung.de